
Der neugewählte Vorstand mit dem Team des Niederbayern-Forums e.V. (v.l.): Rudi Fellner (Kassenprüfer), Alexander Zendelbach (Niederbayern-Forum e.V.), Dr. Reinhard Saller (Geschäftsführer Niederbayern-Forum e.V.), Sebastian Gruber (Vorstand – Vertreter Landkreise), Regierungspräsident Rainer Haselbeck (Zweiter Vorsitzender), Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (Erster Vorsitzender), Carmen Schnupp (Vorstand – Vertreterin Wirtschaft), Manuela Königbauer (Beirat – Vertreterin Regierung von Niederbayern), Thomas Wurstbauer (Kassenprüfer), Hans Kastl (Beirat – Vertreter Industrie, Handel, Handwerk), Robert Soppart (Vorstand – Vertreter Wirtschaft) und Kasper Sammer (Beirat – Vertreter Euregio). Nicht im Bild: Markus Pannermayr (Vorstand – Vertreter kreisfreie Städte), Alexander Schreiner (Vorstand – Vertreter Wirtschaft), Dr. Michael Braun (Beirat – Vertreter TVO), Dr. Christian Moser (Beirat – Vertreter Kommunen) und Prof. Dr. Michaela Wirtz (Beirat – Vertreterin Hochschulen).
Freyung. Seit 15 Jahren stärkt das Niederbayern-Forum e.V. die Region als attraktiven Wirtschafts- und Lebensraum. Doch der Blick soll noch mehr auf junge Menschen gerichtet werden. Das wurde im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung bei der Thomas-Krenn AG in Freyung am Freitag (25. September) deutlich. Neben der einstimmigen Wahl der Vorstandschaft für die nächsten zwei Jahre wurde erstmals vom Niederbayern-Forum-Beirat ein Arbeitskreis eingesetzt: Hochschulen und regionaler Arbeitsmarkt.
Vorsitzender bleibt Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, zweiter Vorsitzender ist erneut Regierungspräsident Rainer Haselbeck. Die weiteren Mitglieder in der Vorstandschaft sind: Sebastian Gruber (Landrat Landkreis Freyung-Grafenau), Markus Pannermayr (Oberbürgermeister Stadt Straubing), Alexander Schreiner (Hauptgeschäftsführer IHK Niederbayern), Carmen Schnupp (Schnupp GmbH & Co. KG), Robert Soppart (Soppart GmbH & Co. KG).
In den Beirat wurden erneut gewählt: Dr. Michael Braun (Geschäftsführer Tourismusverband Ostbayern), Hans Kastl (Vizepräsident HWK Niederbayern-Oberpfalz), Dr. Christian Moser (OB Deggendorf), Prof. Dr. Michaela Wirtz (Präsidentin Hochschule Landshut), Kaspar Sammer (Geschäftsführer Euregio Bayerischer Wald-Böhmerwald-Unterer Inn) und Manuela Königbauer (Bereichsleiterin Regierung von Niederbayern). Kassenprüfer sind Rudi Fellner und Thomas Wurstbauer.
Erster Arbeitskreis in der Geschichte des Niederbayern-Forums
Der neugewählte Beirat, bestehend aus Vorstand und Beiratsmitgliedern, durfte sogleich über den ersten Arbeitskreis in der Geschichte des Niederbayern-Forums abstimmen: Hochschulen und regionaler Arbeitsmarkt. Um das Potenzial von Absolventinnen und Absolventen der niederbayerischen Hochschulen besser zu nutzen, sollen diese über das Niederbayern-Forum systematisch mit Arbeitsagenturen, Kommunen und Unternehmen vernetzt werden. Der Arbeitskreis soll bestehende Angebote bündeln, Lücken erkennen und gemeinsam Maßnahmen entwickeln.
Auch für Dr. Olaf Heinrich eines der aktuellen und großen Themen: „Wir müssen alles daransetzen, die hervorragend ausgebildeten Hochschulabsolventen für die Region zu begeistern und für Niederbayern zu gewinnen.“ Denn die wirtschaftliche und geopolitische Lage ist bekanntermaßen schwierig, richtete er sich in seiner Eröffnung an eine große Zahl kommunaler Mandatsträger, zahlreicher Unternehmensvertreterinnen und -vertreter, Hochschulrepräsentanten sowie die Botschafterinnen und Botschafter Niederbayerns. „Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen Deutschland steht, gehen auch an Niederbayern nicht spurlos vorbei.“ Gerade deshalb komme es für das Niederbayern-Forum e.V. darauf an, nicht stehenzubleiben. „Wir müssen nach vorne denken. Wir wollen uns auf die Themen konzentrieren, die für die Zukunft unserer Region entscheidend sind. Wir wollen Formate entwickeln, die unseren Mitgliedern und unserer Region einen konkreten Mehrwert bieten. Und wir wollen mit Selbstbewusstsein zeigen, was Niederbayern kann.“
Wie viel dazu bereits geleistet und umgesetzt wurde und was geplant ist, zeigte Geschäftsführer Dr. Reinhard Saller in seinem Tätigkeitsbericht auf. „Als Standortinitiative wollen wir sicherstellen, dass wir uns mit den für Niederbayern relevanten Themen beschäftigen. Wir tun das, was unserer Region hilft. Dazu bündeln wir bestehende Initiativen, wir stoßen neue Dinge an und probieren aus.“ Dabei sei das Niederbayern-Forum einzigartig in Niederbayern: „Wir sind keine Unternehmensvereinigung, kein Kommunal- oder Hochschulverband, wir sind kein Gründerzentrum und auch keine grenzüberschreitende Initiative. Aber wir verstehen es, alle und alles zusammenzubringen – verschiedenste Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik – immer mit dem Ziele, Niederbayern gemeinsam voranzubringen.“ Dafür werde auf relevante Themen gesetzt, es werden starke Formate entwickelt und deren Wirkung verbreitet. „Wir können nicht alles umsetzen, aber wir können Sichtbarkeit erzeugen.“ Dass diese Strategie aufgehe, zeige auch der deutliche Anstieg der Mitgliederzahlen im Niederbayern-Forum, so Saller.
Ein solches neues Projekt ist der Themenschwerpunkt „Smart Niederbayern“. Mit Unterstützung etwa der Hochschule Landshut und weiteren Akteuren aus Kommunen und Wirtschaft werden bestehende Initiative weiterentwickelt und verstetigt. So wurden bislang u.a. der strategische Fokus auf Industrial AI etabliert und erste Pilotprojekte zur Digitalisierung angestoßen. Noch in diesem Jahr sind verschiedene Veranstaltungen mit Studierenden, Kommunen und Tech-Experten geplant.
„Heimat für Macher“ ein großer Erfolg
Die regionale Wettbewerbsfähigkeit Niederbayerns zu sichern, ist ein strategisches Kernziel des Niederbayern-Forums. In Zusammenarbeit mit Hochschulen und Partnern liegt der Fokus hierbei insbesondere auf der Gewinnung und dem Halten von Arbeits- und Fachkräften. Neben zahlreichen bereits umgesetzten Projekten sind noch für Ende 2026 zwei Veranstaltungsformate geplant: Anpacken für Niederbayern am 19. November in der Straubinger Sennebogen-Akademie befasst sich mit der Frage, wie Belegschaften für die Arbeitswelt von morgen aufgestellt werden können und richtet sich an Unternehmen und Personalverantwortliche. Ende November folgt ein Webinar für Arbeitgeber zum Wiedereinstieg von Frauen nach einer Familienpause oder längeren Elternzeit.
„Heimat für Macher“, die Dachmarke des Niederbayern-Forums e.V., bezeichnet Saller als riesen Erfolg. Die Formulierung und die Idee dahinter werden mittlerweile von Politik, Gründerzentren oder der lokalen Presse aufgegriffen. „Wenn Anpacker- und Macher-Mentalität auch über das Niederbayern-Forum hinaus als unverwechselbar niederbayerisch wahrgenommen werden, dann haben wir viel erreicht: Dann beginnt aus einer Marke ein Stück regionale Identität zu werden.“